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Aurubis mit gutem Ergebnis auf Kurs

Der Aurubis-Konzern (Aurubis) erzielte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 ein operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 118 Mio. € (Vj. 113 Mio. €).

Die negativen Bewertungseffekte i.H.v. 26 Mio. €, die stichtagsbedingt im ersten Quartal entstanden waren, haben sich bereits im zweiten Quartal vollständig umgekehrt.

Darüber hinaus war das Ergebnis vor allem von guten Rohstoffmärkten, insbesondere im Recyclingbereich, getragen. Gestiegene Metallpreise haben zu einem sehr guten Angebot an Altkupfer mit entsprechend hohen Raffinierlöhnen geführt. Bei der Konzentratverarbeitung konnten trotz des gesetzlich vorgeschriebenen Stillstands in Hamburg (Oktober/November 2016) im Konzern Durchsätze auf dem hohen Vorjahresniveau erreicht werden. Auch die Schmelz- und Raffinierlöhne der eingesetzten Konzentrate waren hoch, was vor allem am hohen Anteil komplexer Materialien lag.

Eine gestiegene Nachfrage nach Flachwalzprodukten führte auch bei deren Vorprodukten, den Stranggussformaten, zu höheren Absätzen.

Der starke US-Dollar stützte das Ergebnis, weil ein wesentlicher Teil der Einnahmen von Aurubis US-Dollar-basiert sind.

Von globalem Überangebot bestimmte Schwefelsäuremärkte mit entsprechend geringen Erlösen belasteten das Ergebnis. Erst zum Ende des Halbjahres verringerte sich der Angebotsüberschuss durch Stillstände anderer Produzenten und eine stabile Nachfrage.

Auch die für das Kalenderjahr 2017 um 6 US$ auf 86 US$ gesenkte Kathodenprämie wirkte auf das Ergebnis. Zudem blieb die Nachfrage nach Kupfergießwalzdraht aufgrund temporärer Bestandsanpassungen einiger Kabelkunden hinter den Erwartungen zurück.

„Das Ergebnis entspricht unseren Erwartungen. Die Schrottmärkte haben sich erheblich verbessert und das Recycling hat einen guten Ergebnisbeitrag geleistet. Unsere Kompetenz in der Verarbeitung komplexer Rohstoffe macht uns unabhängiger von den aktuell niedrigen Schmelz- und Raffinierlöhnen am Konzentratmarkt. Gleichzeitig erlaubt uns die Verarbeitung dieser Rohstoffe höhere Margen“, fasst Jürgen Schachler, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG, zusammen.

Der Umsatz des Konzerns lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres bei 5.428 Mio. € und damit 703 Mio. € über dem Vorjahresniveau (Vj. 4.725 Mio. €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf gestiegene Metallpreise zurückzuführen. Der operative ROCE (unter Berücksichtigung des operativen EBIT der letzten vier Quartale) lag aufgrund der niedrigeren operativen Ergebnisse im 3. Quartal 2015/16 und 1. Quartal 2016/17 bei 10,4 % (Vj. 12,7 %).

Auf Basis IFRS erzielte Aurubis ein EBT von 272 Mio. € (Vj. 40 Mio. €). Das IFRS-Ergebnis enthält im Gegensatz zum operativen Ergebnis u. a. Bewertungseffekte durch Kupferpreisschwankungen. Für die Beurteilung des Geschäftsverlaufs und für die Steuerung des Unternehmens ist für Aurubis daher das operative Ergebnis ausschlaggebend.

Ausblick: Stabile Rohstoff- und Produktmärkte

Aurubis erwartet bis zum Ende des Geschäftsjahres 2016/17 weder auf den Rohstoff- noch auf den Produktmärkten gravierende Veränderungen.

Bei hoher Minenproduktion wird sich das Unternehmen weiterhin gut mit Kupferkonzentraten versorgen und aufgrund ihrer komplexen Qualitäten höhere Verarbeitungslöhne erzielen können.

Bei Schwefelsäure ist davon auszugehen, dass sich die aktuell leicht verbesserte Marktsituation im zweiten Halbjahr fortsetzt und sich ab dem 3. Quartal des Geschäftsjahres positiv auf das Ergebnis auswirken wird.

Auf dem Altkupfermarkt erwartet der Konzern für die nächsten Monate ein anhaltend hohes Angebot mit guten Raffinierlöhnen. Kurzfristig könnte es hier im Falle sinkender Metallpreise zu einer Marktverengung mit rückläufigen Raffinierlöhnen kommen.

Für Gießwalzdraht und Stranggussprodukte wird eine solide Nachfrage auf Vorjahresniveau erwartet. Auch auf den Märkten für Bandprodukte rechnet Aurubis für das Geschäftsjahr mit einer insgesamt stabilen Nachfrage in den wichtigen Marktsegmenten.

Da wesentliche Einnahmen US-Dollar basiert sind, ist durch die starke Währung weiterhin von positiven Ergebnisbeiträgen auszugehen. Erträge werden auch bereits aus dem Effizienzsteigerungsprogramm erwartet. Es wird zu weiteren Optimierungen an allen Standorten führen.

 „Wir erwarten für den Rest des Jahres stabile Rohstoff- und Produktmärkte. Daher bestätigen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr: Wir gehen von einem gegenüber dem Vorjahr deutlich steigenden operativen Ergebnis vor Steuern und einem leicht steigenden operativen ROCE aus“, so Jürgen Schachler abschließend.

Den vollständigen Bericht über das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 finden Sie hier.

 

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