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Terminhinweis: 15. Elektro(nik)-Altgerätetag am 9. November in Wolfsburg

Als Spielball zwischen Regulierung und Qualitätsansprüchen sieht sich die E-Schrottbranche in diesem Jahr erneut vielen neuen praktischen Herausforderungen gegenüber. Diese resultieren zum einen aus der Umsetzung des im Oktober letzten Jahres in Kraft getretenen ElektroGs sowie zum anderen aus der immer komplexer werdenden Erfassung und Behandlung der Altgeräte.

Mit einem vielschichtig aufgestellten Programm, in dem Fachexperten der beteiligten Kreise, der Regierung, der Behörden, der Forschung und der Praxis mit informationsreichen Vorträgen und in einer Podiumsdiskussion zu Wort kommen, wird der bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling versuchen, Information und mögliche Lösungsansätze für die Branche zu schaffen.

Auf die Frage, inwieweit der Staat durch seine Gesetzesvorgaben eine Verstaatlichung und Rekommunalisierung der Abfallwirtschaft unterstützt und ob dies tatsächlich sinnvoll ist, wird der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, in seiner Keynote-Speech eingehen. 

Zu den Herausforderungen und Grenzen des E-Schrottrecyclings wurde Frau Professor Vera Susanne Rotter von der Technischen Universität Berlin als Gastrednerin angefragt.

Im Auftrag der Umweltministerkonferenz überarbeitet ein von der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) eingesetzter Ausschuss derzeit die LAGA-Mitteilung M31. Zur Novellierung dieses Umsetzungsleitfadens des ElektroGs in die Praxis wird Dr. Petra Meyer-Ziegenfuß vom Hessischen Umweltministerium einen Über-blick geben.

Die gemeinsame Erfassung und Lagerung von Flachbildschirmen und Röhrenbildschirmen in der Sammelgruppe 3 bereitet in der Praxis erhebliche Probleme und kann u.a. zur ungehinderten Freisetzung von Quecksilber bei Beschädigungen führen. Was die Separierung von Flachbildschirmen schon bei der Erfassung bedeutet und welche logistischen Systeme am besten für den Transport aller Flachbildschirme geeignet sein können, wird Tom Caris (Coolrec RDE GmbH) anhand von Praxisbeispielen verdeutlichen. 

Nur wenn die Elektro-Altgeräte bereits sortenrein und in einer hohen Qualität bei den Erstbehandlungsanlagen ankommen, kann eine entsprechende Wertstoffgewinnung und eine sichere Schadstoffentfrachtung gelingen. Für den bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling ist deshalb klar, dass sich bereits die Erfassung der Sammelgruppen an den Erfordernissen des Recyclings orientieren muss. Die Qualitätssicherung der Erfassung muss wesentlicher Bestandteil von Behandlungsvorgaben sein, die bereits bei den Wertstoffhöfen greift. Welche Anforderungen für eine durchgehende Qualitätssicherung von der Erfassung bis zur Verwertung notwendig sind, soll Gegenstand der abschließenden Podiumsdiskussion sein. Der hier angesprochenen Aufgabenstellung “E-Schrottrecycling – Qualität von Anfang an?” nehmen sich Vertreter der Stiftung ear, des VKU sowie Vertreter von Industrie- und Branchenunternehmen an.

Das bvse-Branchenforum 2016 in Wolfsburg startet in diesem Jahr am 9. November mit dem 15. Elektro(nik)-Altgerätetag – am Folgetag, 10.11.2016, schließt sich das Forum Schrott an. Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen werden in Kürze auf den Termin- und Tagungsseiten auf bvse.de veröffentlicht.

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