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Für Stadt Löhne kommt Rekommunalisierung der Abfallentsorgung nicht in Frage

Wie die Neue Westfälische am 16.12. berichtete, setzt die Stadt Löhne trotz Gegenstimmen auch in Zukunft auf Private Entsorger. So hatte der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die ab 2018 anfallenden Entsorgungsdienstleistungen erneut öffentlich auszuschreiben.

Der Vertrag über die Entsorgung von Rest-, Bio- und Sperrmüll wäre nach acht Jahren Laufzeit mit privaten Unternehmen Ende 2017 ausgelaufen. Für Bürgermeister Bernd Poggemöller komme eine Rekommunalisierung der Abfallentsorgung aus Wirtschaftlichkeitsgründen zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Frage, berichtete die Zeitung. Allerdings schloss er für die Zukunft aber zumindest eine interkommunale Zusammenarbeit nicht aus.

Um das finanzielle Risiko von Kostensteigerungen in Grenzen zu halten, hat man sich neue Lösungen überlegt. So soll die Laufzeit des neuen Vertrages, um zwei Jahre verkürzt, in Zukunft nur noch sechs Jahre betragen. Außerdem erhoffe sich die Stadt Einsparmaßnahmen durch die organisatorische Umstrukturierung bei der Sperrmüllabholung. So sollen zukünftig alle Tätigkeiten einschließlich Anmeldung und  Benachrichtigung über den Abholtermin vom beauftragten Unternehmen vollständig übernommen werden. Bisher war das auch bei der Stadt möglich. Einsparungen möchte man auch mit dem Angebot größerer Restmülltonnen erzielen. Anstelle von mehreren 240-Liter-Tonnen sollten Mehrfamilienhäuser beispielsweise auf nur noch eine 660-Liter-Tonne zurückgreifen. Dies würde den Abholaufwand reduzieren. 

Die Vorteile des neuen Leistungspaket soll sich auch direkt für die Bürger auswirken. So sollen bis zu vier zusätzliche Leerungen der Biotonne angeboten werden und eine Reinigung der Tonnen, wie sie anderorts üblich ist, soll es auch künftig nicht geben, da sie unverhältnismäßig hohe Gebühren verursacht.

Der Rat muss der geplanten Ausschreibung noch zustimmen. Die Auftragsvergabe soll zum 1. Januar 2018 erfolgen.

 

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