Der bvse informiert den Mittelstand über Abfall, Sekundärrohstoffe, Recycling und Entsorgung.

Menu
Sie sind hier:

Schlüsseldaten für die europäische Abfallwirtschaft

In der Publikation „Schlüsseldaten über Europa 2016“ hat das statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) einen Überlick mit einem breiten Spektrum an Daten, unter anderem aus dem Bereich Abfallwirtschaft, veröffentlicht.

02 01 Eurostat großIm Jahr 2014 belief sich die in der EU-28 durch alle Wirtschaftszweige und Haushalte produzierte Gesamtmenge an Abfällen auf 2 598 Millionen Tonnen. Dabei gab es im Jahr 2014 erhebliche Unterschiede zwischen den EU-28-Mitgliedstaaten, und zwar sowohl was die Menge der erzeugten Abfälle betraf als auch in den Aktivitäten, die hauptsächlich zur Abfallerzeugung beigetragen haben.

Die durchschnittliche Abfallmenge, die 2014 in der EU-28 erzeugt wurde, entspricht mehr als fünf Tonnen (5 118 kg) pro Einwohner. Das Baugewerbe trug in der EU-28 im Jahr 2014 (mit 871 Millionen Tonnen) 33,5% bei, gefolgt von Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden (29,8% oder 774 Millionen Tonnen), dem produzierenden Gewerbe (9,8% oder 256 Millionen Tonnen), Haushalten (8,1% oder 209 Millionen Tonnen) und Energie (3,7% oder 95 Millionen Tonnen); die restlichen 15% waren Abfälle aus anderen wirtschaftlichen Tätigkeiten, vor allem aus der Abfall- und Wasserwirtschaft(8,8%) und anderen Dienstleistungen (3,8%). Fast zwei Drittel (65%) der gesamten in den EU-28-Ländern erzeugten Abfälle waren mineralische Abfälle.

Unter den in der EU-28 im Jahr 2014 erzeugten Abfällen wurden 95,6 Millionen Tonnen (3,7% der Gesamtmenge) als gefährlicher Abfall eingestuft. Dies entsprach durchschnittlich 188 kg gefährliche Abfälle je Einwohner.
Im Jahr 2014 wurden in der EU-28 etwa 2 145 Millionen Tonnen Abfälle behandelt. Darin enthalten war auch die Behandlung der in die EU eingeführten Abfälle. Die gemeldeten Mengen sind daher nicht direkt mit denen der Abfallerzeugung vergleichbar.

Mehr als zwei Fünftel (43,6%) der in der EU-28 behandelten Abfälle wurden nicht der Beseitigung in einer Müllverbrennung zugeführt. Weitere 39,0% der behandelten Abfälle gingen an andere Verwertungsvorgänge als die der Energierückgewinnung und Verfüllung. Etwas mehr als ein Zehntel (10,8%) der behandelten Abfälle wurden in Landschaftsbaumaßnahmen verfüllt. Die verbleibenden 6,5% der in der EU-28 behandelten Abfälle gingen in die Verbrennung, sowohl mit Energierückgewinnung als auch ohne.

Zwischen den EU-Mitgliedstaaten konnten signifikante Unterschiede hinsichtlich der Verwendung der verschiedenen Behandlungsmethoden festgestellt werden. Die Menge der im Jahr 2014 deponierten Abfälle lag um 16% niedriger als im Jahr 2004. Die zurückgewonnene Abfallmenge (ohne Energierückspeisung) die recycelt oder zur Verfüllung verwendet wurde, stieg um 20,1% von 890 Millionen Tonnen im Jahr 2004 auf 1 069 Millionen Tonnen im Jahr 2014. In der Folge stieg auch der Anteil dieser Rückgewinnung an der gesamten Abfallbehandlung von 42,1% im Jahr 2004 auf 49,9% im Jahr 2014 an.

Die Abfallverbrennung (einschließlich der energetischen Verwertung) verzeichnete zwischen 2004 und 2014 insgesamt einen Zuwachs von 29,6%, was einen Anstieg von 5,1% auf 6,5% in Bezug auf die Gesamtmenge bedeutete.

Insgesamt wurden im Jahr 2014 75,6 Millionen Tonnen gefährlicher Abfälle in der EU-28 behandelt. Etwa 6,0% aller gefährlichen Abfälle wurden ohne Energierückgewinnung verbrannt und weitere 7,4% mit Energierückgewinnung. Im Jahr 2014 wurden 37,5% der gefährlichen Abfälle in der EU-28 wiederverwertet (recycelt oder zur Verfüllung verwendet).

02 01 Eurostat Tab 1


02 01 Eurostat Tab 2Hier finden Sie den vollständige Veröffentlichung zum Download.

Quelle: Eurostat

 

 

Icon Mitglieder Mitglied werden Presse top