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EU-Länderbericht lobt deutsche Kreislaufwirtschaft

Die EU-Kommission hat  28 Länderberichte über die Umweltpolitik der EU-Mitgliedstaaten erstellt. Die deutsche Kreislaufwirtschaft schneidet gut ab.

Die Überprüfung hat beispielsweise ergeben, dass die Abfallvermeidung alle Mitgliedstaaten weiterhin vor große Herausforderungen stellt; sechs Mitgliedstaaten haben es nicht geschafft, die Deponierung von biologisch abbaubaren Siedlungsabfällen zu begrenzen. Durch die vollständige Umsetzung der EU-Abfallpolitik bis 2020 könnten zusätzlich 400 000 Arbeitsplätze geschaffen und der Übergang zur Kreislaufwirtschaft erleichtert werden.

In Deutschland ist die Erzeugung von Siedlungsabfällen in den letzten drei Jahren praktisch auf dem gleichen Niveau geblieben (618 kg pro Jahr und Einwohner 2014, dem letzten Jahr, für das Daten zur Verfügung stehen). Die Zahl ist zwischen 2008 und 2010 leicht gestiegen und 2011 und 2012 stabil geblieben, auf einem Niveau über dem EU-Durchschnitt (474 kg pro Jahr und Einwohner). Deutschland gehört im Hinblick auf die Abfallbewirtschaftung zur Spitzengruppe innerhalb der EU, mit einer hohen Recyclingquote bei festen Siedlungsabfällen (64%) und einer sehr niedrigen Deponierungsquote (0,3%). Die Verbrennungsquote (mit energetischer Verwertung) liegt bei 35%. Deutschland hat bereits alle EU-Recycling-Ziele bis 2020 erfüllt und liegt damit deutlich über dem EU-Durchschnitt (44%).

Die EU-Kommission erwartet, dass sich die deutsche Umwelttechnikbranche in den nächsten Jahren weiterhin dynamisch entwickeln wird. Der Markt für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz wird auf ein Volumen von 344 Mrd. EUR geschätzt, wovon 48 Mrd. EUR auf Materialeffizienz und 17 Mrd. EUR auf Abfallbewirtschaftung und Recycling entfallen. Bis 2025 wird sich das Volumen des heimischen Marktes der Umwelttechnik auf voraussichtlich 740 Mrd. EUR erhöhen. Für diesen Zeitraum wird eine jahresdurchschnittliche Wachstumsrate von 6,6 % für die Umwelttechnik- und Ressourceneffizienz-Branche erwartet.

Weltweit besteht eine große Nachfrage nach deutscher Technik und deutschem Know-how. Beispielsweise haben deutsche Unternehmen einen Anteil von 64 % am Weltmarkt bei Technologien für die automatische Trennung von Materialien wie beispielsweise die Identifizierung und Trennung verschiedener Kunststoffe im Abfall mithilfe von optischen Geräten und Sensoren. Bis 2020 wird eine jährliche Wachstumsrate von 15% in der Abfallsortierungstechnik erwartet, während der Abfallmarkt um mindestens 3% im Jahr wachsen soll.

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