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EVGE fordert Vorteile für den Entsorgungsfachbetrieb

In einem offenen Brief der namhaften deutschen Entsorgergemeinschaften weist die Europäischen Vereinigung der Gemeinschaften zur Zertifizierung von Entsorgungs-fachbetrieben (EVGE) erneut auf ihre dringende Forderung hin, den Entsorgungsfachbetrieben für deren freiwillige Bemühungen konkrete Erleichterungen und Privilegierungen einzuräumen.

gerd evge„Seit nunmehr über 20 Jahren haben wir mit der Zertifizierung den Qualitätsstandard in der Entsorgungsbranche auf ein hohes Niveau gehoben. Leider enthält die nun zum 1.6.2017 novellierte Verordnung wiederum keine signifikant zielführenden Anreize, dass sich Unternehmen freiwillig kostenverbunden überwachen und zertifizieren lassen“, so Gerd Bretschneider, Sprecher der EVGE.

Demgegenüber steht die Verordnungsbegründung zur neuen EfbV mit dem erklärten Ziel, das bewährte Instrument der Zertifizierung von Entsorgungsfachbetrieben weiter auszubauen.

Nach Auffassung der EVGE gibt es ein ganzes Bündel an möglichen Erleichterungen und Privilegierungen. Gerade vor dem Hintergrund weiter steigender Anforderungen, einem erhöhten Aufwand und zunehmender behördlicher Kontrollen, ist ein Anmahnen einer ernsthaften Umsetzungsprüfung der in Betracht kommenden Maßnahmen dringend angezeigt.

In Betracht kommen nach Meinung der EVGE beispielsweise Erleichterungen im Genehmigungsverfahren, privilegierte Behandlung bei Genehmigungsverfahren von zertifizierten Anlagenbetreibern, möglicherweise auch Berücksichtigung der Efb-Zertifizierung bei den Notifizierungsverfahren zur grenzüberschreitenden Verbringung oder auch Gebührenfreistellung bzw. –anrechnung bei Vor-Ort-Überprüfungen durch die zuständigen Überwachungsbehörden.

Die detaillierten Vorschläge sind dem als offenen Brief zu verstehenden Schreiben an das BMUB zu entnehmen.

Die EVGE wurde am 29.10.2004 in Köln gegründet. Aus Deutschland sind die Entsorgergemeinschaften bvse-EG, EdDE, EGRW, ESA, ESGen Nord, EG Bau Berlin-Brandenburg, ESN und ESG Transport und Umwelt vertreten. Aus Österreich hat der V.EFB, Wien, die Gründungssatzung unterzeichnet. Die Tschechische Republik ist mit der SUCO, Prag, und die Slowakische Republik durch die ZOPNO, Bratislava, vertreten.

Der VSMR, Verband Stahl-, Metall- und Papier-Recycling Schweiz sowie der BAV, Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter e.V., und der VDM, Verband Deutscher Metallhändler, sind assoziierte Mitglieder.

Zum Herunterladen: Offener Brief an das BMUB

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