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Eisenerz und Stahlschrott drücken Industrierohstoffe ins Minus

Wie im August stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex im September leicht an und notierte um 0,4 % höher als im Vormonat (in Euro: +0,4 %).

Energierohstoffe verteuerten sich getrieben von steigenden  Gas- und Kohlepreisen um 0,7 % (in Euro: +0,7 %). Der Preisanstieg beim Öl der letzten Septemberwoche spiegelte sich nur leicht im Monatsdurchschnitt wider (+0,2 %), während der Index für Industrierohstoffe aufgrund fallender Eisenerz- und Stahlschrottpreise um 2,3 % nachgab (in Euro: -2,3 %).

Index für Industrierohstoffe: -2,3 % (in Euro: -2,3 %)

Die Metallpreise gaben im September ein uneinheitliches Bild ab. Der Eisenerzpreis hat sich nach dem Preiseinbruch des letzten Winters in den letzten sieben Monaten konsolidiert, ging aber im September um 6,3 % zurück und lag damit in etwa auf seinem Vorjahresniveau. Die Aussicht auf steigende Produktion in den zweit- und drittgrößten Abbauländern Australien und Brasilien hatten den Preis unter Abwärtsdruck gesetzt. Der Preis für Aluminium (-3,1 %) hatte unter dem Nachfragerückgang zu Beginn des Monats zu leiden, befand sich aber in den letzten beiden Wochen wieder im Aufwärtstrend. Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für Zinn und Blei nach Minenschließungen zum vierten bzw. dritten Mal in Folge an (+6,3 % bzw. +5,5 %) und liegen damit weit über ihrem Vorjahresstand (+25,5 % bzw. 15,5 %).

Index für Energierohstoffe: +0,7 % (in Euro: +0,7 %)

Der Index für Energierohstoffe legte im September leicht zu. Verantwortlich hierfür waren die Preissteigerungen bei Gas und Kohle. Die Entwicklungen am Ölmarkt sorgten im Monatsdurchschnitt nur für eine leichte Verteuerung der europäischen Erdölsorte Brent (+0,5 %). Auf einem informellen Treffen einigten sich die OPEC-Länder Ende September für Analysten unerwartet auf eine Begrenzung der Fördermenge auf 32,5 Mio. Barrel pro Tag, also 750 Tsd. Barrel weniger als im August. Zeitweise stieg der Ölpreis um 6 %. Es bleibt aber fraglich, ob sich der Ölpreis auch mittelfristig nach oben bewegt. Zum einen ist unklar, wie sich die Fördergrenze im Detail auf die einzelnen Länder verteilt und ob auch Russland seine Produktion reduziert; zum anderen entspricht die Drosselung lediglich 0,8 % der täglichen Weltproduktion und somit einer Menge, die von den USA kompensiert werden könnte. Nach seinem Tiefstand im März erholt sich der Preis für US-amerikanisches Erdgas wieder. Die erhöhte Gasverstromung in den USA bei gleichzeitigen Förderungsrückgängen ließen den Preis um 6 % nach oben klettern. Der Preis für australische Kohle reagierte mit einem Plus von 5,4 % auf die wachsende Nachfrage aus China, wo die eigene Produktion gekürzt wurde.


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