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Rekommunalisierung nimmt zu - Neue Studie

Eine Studie des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie hat das Ausmaß kommunaler Betätigung bei der Restmüllentsorgung in Deutschland empirisch ermittelt. Die vorliegende Arbeit entstand im Kontext eines Gutachtens, das im Auftrag des bvse–Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e. V. erstellt wurde.

Die Autoren stellten fest, dass, auf Basis von 9.248 deutschen Gemeinden, vor allem in Großstädten mit über 100.000 Einwohnern Kommunen die Restmüllsammlung fast vollständig übernommen haben. Insgesamt wird über alle Kommunen zwar nur für knapp 34 % der Gebiete die Erfassung durch kommunale Unternehmen vorgenommen.

gutachten rekommunalisierungGewichtet man die jeweiligen Gebiete jedoch mit der Einwohneranzahl, entfallen insgesamt knapp 62 % der Restmüllerfassung auf kommunale Entsorgungsunternehmen. In Großstädten über 100.000 Einwohner haben sich kommunale Unternehmen sogar 94 % des Marktes gesichert.

Private Entsorger dominieren hingegen vor allem im ländlichen Raum. Diese Befunde, so die Autoren der Studie, deuten auf eine Rosinenpickerei der Kommunen hin, die sich insbesondere die dicht besiedelten profitablen Gebiete herausgesucht haben. Im Vergleich zu bisher verfügbaren Statistiken über kommunale Aktivitäten in der Abfallwirtschaft (vgl. etwa Monopolkommission, 2014) zeigt sich eine weitere Zunahme der Rekommunalisierung.  

"Sollten die Wettbewerbsbedingungen nunmehr auch in anderen Bereichen der Abfallwirtschaft, wie etwa bei Wertstoffen, zugunsten der Kommunen verzerrt werden, ist hier mit ähnlichen Rekommunalisierungstendenzen und einer Verdrängung privater Wettbewerber zu rechnen", lautet das Fazit der Studie, die von Veit Böckers, Lilian Hardorp, Justus Haucap, Ulrich Heimeshoff, Niklas Gösser und Susanne Thorwarth erarbeitet wurde.

Download: Wettbewerb in der Restmüllerfassung

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