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WDK sieht hochwertige Recycling-Produkte durch überzogene Anforderungen bedroht

Technisch hochwertige Produkte aus Reifen-Rezyklat sind z. B. Antirutschmatten zur Ladungssicherung im Transportgewerbe, Bodenmatten in der Tierhaltung, Sperrschichten gegen Schall und Schwingungen in Gebäuden oder Beläge im Sportstättenbau. Reifen-Rezyklat wird vor allem wegen der guten Dämpfungs- und Isolierungseigenschaften des Materials, die auch bei unterschiedlichsten Belastungen und schwierigsten Umweltbedingungen, wie wechselnde Temperaturen sowie Feuchtigkeit langfristig erhalten bleiben, verwendet.

„Die Märkte für Recycling-Produkte und die Ziele der Kreislaufwirtschaft geraten durch Überregulierung in akute Gefahr“, stellte Helmut Hirsch, Pressesprecher des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e.V. (wdk), am 7. September 2016 in Frankfurt am Main fest. „Die Verwendung von Reifen-Rezyklat zur Herstellung neuer Produkte ist ein wesentlicher und nachhaltiger Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Schließung von Stoffkreisläufen“, erläutert Hirsch und prognostiziert: „Was hier in den letzten Jahren mühevoll aufgebaut worden ist, wird massiv infrage gestellt, wenn übermäßig restriktive, nicht am tatsächlichen Risiko orientierte Regelungen nicht sehr schnell korrigiert werden.“ 

„In diesen Einsatzbereichen“, so Hirsch, „kommen gewerbliche Anwender, Nutzer oder Verbraucher bei bestimmungsgemäßem Gebrauch entweder gar nicht oder nur seltenen und dann kurzzeitig mit den Produkten in Kontakt.“ Dennoch sollen für Bauprodukte aus Reifen-Rezyklat demnächst zusätzlich verschärfte Anforderungen an den ohnehin geringen Gehalt an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gelten. Laut Hirsch „eine realitätsfremde Anforderung, da es einerseits am Kontakt mit den Produkten fehlt und enthaltene PAK zudem nicht ausreichend bioverfügbar sind.“ 

Abschließend warnt Hirsch: „Überzogene Anforderungen an einzelne Inhaltsstoffe, die bei der Verwendung der Produkte weder für die Umwelt noch für Menschen ein Risiko darstellen, bedeuten das Aus für weite Bereiche der nachhaltigen, ressourcenschonenden stofflichen Verwertung von Fahrzeugreifen. Die Kurskorrektur muss jetzt erfolgen.“

„Genauso kritisch sind Überlegungen der Europäischen Kommission zu sehen, Fallschutzmatten und Sportböden den gleichen strengen Anforderungen zu unterwerfen wie beispielsweise Werkzeuggriffe, Sportgeräte oder Haushaltswaren“, betont Hirsch. 

Quelle: www.wdk.de

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