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Reiling macht Mobilität im Unternehmen nachhaltiger

Das bundesweite Modellprojekt zu betrieblichem Mobilitätsmanagement – Mobil.Pro.Fit – ist jetzt auch in der Region Kreis Gütersloh/ Bielefeld beendet. Nach der erfolgreichen Teilnahme der ersten vier Unternehmen im Jahr 2015, wurden nun auch die Unternehmen Reiling, Miele, Goldbeck und die FH Bielefeld für ihr Engagement im Rahmen der zweiten Projektrunde ausgezeichnet.

 

11 25 Reiling Projektende

Seit dem Frühsommer haben sich die vier Teilnehmer gemeinsam mit dem Hammer Beratungsunternehmen Baum Consult GmbH mit der eigenen Mobilität auseinandergesetzt. Dabei ging es sowohl um die Arbeitswege der Mitarbeiter, als auch um die Dienstwege und den eigenen Fuhrpark. Nach der Analyse der Ausgangssituation ging es dann um die Frage, wie man die verschiedenen Bereiche optimieren kann.

Mögliche Veränderungen sind Kostensenkungen, reduzierte CO2- oder Feinstaubemmissionen, eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit und verbesserte Gesundheit. Um solche Ziele erreichen zu können, haben die Unternehmen in der etwa sechsmonatigen Projektlaufzeit ambitionierte Maßnahmenkataloge entwickelt, die sie zum Teil schon umsetzen:
Die Reiling Unternehmensgruppe legte den Grundstein zu Beginn von Mobil.Pro.Fit auf eine Mitarbeiterbefragung und eine Wohnstandortanalyse. Hier zeigte sich, dass das Fahrrad für einen großen Teil der Belegschaft eine sinnvolle Alternative darstellt, da sie in einem fahrradfreundlichen Radius von 5-15 Kilometer rund um das Betriebsgelände wohnt. Daraufhin wurde das Fahrrad-Leasingkonzept „Radelnde Mitarbeiter“ eingeführt. Das Angebot, über das Unternehmen ein Rad zu leasen, fand nicht nur am Standort Marienfeld, sondern auch an allen deutschen Standorten große Resonanz in der Belegschaft. Die Erweiterung komfortabler Fahrradstellplätze wird somit automatisch einer der nächsten Aufgabe werden.

Weitere Maßnahmen zur Steigerung betrieblicher Mobilität auch nach Abschluss des bundesweiten Modellprojekts Mobil.Pro.Fit geplant

Eine weitere Maßnahme liegt in der Bündelung von Dienstreisen. Ein erster Schritt dazu ist die Zusammenlegung von internen und externen Audits an den verschiedenen Standorten. Des Weiteren beschäftigt sich Reiling mit dem Thema Elektromobilität. Der Fuhrpark soll zukünftig mit weiteren Elektroautos ausgestattet und evtl. auch durch eine E-Ladestation ergänzt werden. Die Mitarbeiter der Reiling Unternehmensgruppe können schon seit dem Sommer ihr eigenes Dienstrad mit Steuervorteil leasen. Durch die Bündelung von Fahrten spart das Entsorgungsunternehmen zudem, sowohl Zeit, als auch Geld ein. Ziel ist es, auch nach dem Projektablauf, ein regelmäßiges Treffen des Mobilitätsteams abzuhalten, um weitere Maßnahmen zu entwickeln und so die betriebliche Mobilität der Firma Reiling über die nächsten Jahre weiter zu verbessern.

Miele, der Gütersloher Gastgeber der Auszeichnungsveranstaltung, ist aktuell dabei das Jobrad-Modell im Unternehmen einzuführen. Außerdem erhalten Dienstwagennutzer ab sofort eine schriftliche Rückmeldung zum Kraftstoffverbrauch und der Schwerpunkt beim Bau eines neuen Parkhauses liegt auf 700 Fahrradstellplätzen.

Das Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck möchte seine Dienstwagen ebenso optimieren und führt dafür eine Green Car Policy ein. Außerdem können die Mitarbeiter nun sowohl Jobtickets als auch eine Bahncard günstig über den Arbeitgeber erwerben. Auch die ÖPNV-Anbindung soll verbessert werden.
Die FH Bielefeld ist gerade dabei ein Mitfahrerportal zu schaffen, um Alleinfahrten zu verringern. Durch vermehrte Telefon- und Videokonferenzmöglichkeiten soll die Anzahl der Fahrten aber von vornherein reduziert werden.

Das Modellprojekt Mobil.Pro.Fit wird momentan in allen elf Modellregionen nach zwei Projektjahren beendet. Die Ergebnisse werden dann vom Fördermittelgeber, dem Bundesumweltministerium, zusammengetragen und ausgewertet. Sowohl die Stadt Bielefeld als auch der Kreis Gütersloh werden das wichtige Thema betrieblicher Mobilität aber weiter verfolgen.

Quelle: Reiling / Der Landrat Kreis Gütersloh

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