Der bvse informiert den Mittelstand über Abfall, Sekundärrohstoffe, Recycling und Entsorgung.

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Recycling senkt den Rohstoffverbrauch

"Der UBA-Ressourcenbericht macht deutlich, wie hoch der Rohstoffverbrauch in Deutschland ist. Mehr Recycling trägt dazu bei, den Ressourcenverbrauch und den CO2-Ausstoß zu begrenzen", erklärte bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Das Umweltbundesamt hat heute seinen Ressourcenbericht veröffentlicht. Pro Jahr verbraucht jeder Mensch in Deutschland mehr als 16 Tonnen Metall, Beton, Holz und andere Rohstoffe. Das sind pro Tag und Person 44 kg Rohstoffe, wie der UBA-Bericht vorrechnet.

Nach Auffassung des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung kann eine optimierte Kreislaufwirtschaft in Deutschland diesem Trend entgegenwirken. "Dazu brauchen wir ganz praktisch ein Verpackungsgesetz mit höheren Recyclingquoten und zwar noch in dieser Legislaturperiode."

Der bvse kritisiert jedoch eine große Zurückhaltung öffentlicher wie privater Auftraggeber auf Recycling-Produkte zu setzen. "Hier muss ein Umdenken stattfinden. Öffentliche und private Auftraggeber sollten vor allem auf Produkte setzen, die beispielsweise Rezyklate enthalten. Das ist inzwischen keine Frage der Qualität mehr", machte Eric Rehbock deutlich.

Der bvse fordert auch, dass gerade im Baubereich vermehrt auf Recyclingbaustoffe zurückgegriffen werden muss. "Da ist noch ein enormes Potenzial zu heben. Gerade bei den öffentlichen Stellen ist aber der Widerstand noch groß, tatsächlich Recyclingbaustoffe einzusetzen. Hier erwarten wir viel mehr Engagement, dann wird auch der private Sektor nachziehen", ist sich der bvse-Hauptgeschäftsführer sicher.

Er räumt auch mit der Sorge auf, dass gute Recyclingqualitäten nicht ausreichend zur Verfügung stehen könnten. "Wer qualitäts- und gütegesicherte Recyclingbaustoffe einsetzen will, der kann das auch. Da gibt es keinen Versorgungsengpass", betonte Rehbock.

Download: Die Nutzung natürlicher Ressourcen

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