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Altöl-Marktbericht 2015/2016

Der Altölmarkt ist seit Jahren durch ein rückläufiges Mengenaufkommen gekennzeichnet. Die Fortschritte in Technik und Anwendung führen somit zu einem deutlich geringeren Aufkommen an gebrauchten Kühlschmierstoffen als im jeweiligen Vorjahr. Darüber hinaus nehmen die Einsatzzeiten der Kühlschmierstoffe zu. Des Weiteren ist der Bedarf an Kraftstoffen für die Verkehre seit Jahren rückläufig. Zusätzlich nimmt der Verbrauch an Heizöl durch Wärmedämmung ab.

Während in den Jahren 2013 und 2014 der Wirtschaftsaufschwung zu einem erhöhten Ver-brauch an Mineralölerzeugnissen führte, ist deren Verbrauch in 2015 wieder rückläufig. Dies zeigt sich dann auch im Altölmarkt.

So beträgt in 2015 das Aufkommen aus Zweitraffination 463.100 Tonnen. Und dies entspricht dem Aufkommen aus den Jahren 2011 (469.800 Ton-nen) und 2012 (469.200 Tonnen). Das Zwischenhoch aus den Jahren 2013 (490.400 Ton-nen) und 2014 (494.000 Tonnen) konnte somit nicht gehalten werden. Die deutschen Altölsammler weisen daher für das Jahr 2015 um 1 % geringere Erfassungs-mengen aus. Auch für das Jahr 2016 erwarten die Altölsammler um 1 % weiter rückläufige Sammelmengen.

Altöle werden mittels chemisch-physikalischer Verfahren aufbereitet bzw. raffiniert oder als hochwertige Brennstoffe eingesetzt. Nach Reinigung der Altöle sind die Produkte, die aus der Zweitraffination der Altöle stammen, gleich denjenigen, die bei der Erdölraffination erzeugt werden. Bei der Aufbereitung von Altölen gemäß Vorrang der Altölverordnung entstehen prozessbedingt auch Heizöl bzw. Diesel. Altöle sind daher ein wichtiger Rohstoff der sowohl stoffliche wie auch energetisch verwertet werden.

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