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EEG 2016: Verbände fordern Übergangslösung für Altholzkraftwerke

Berlin/Bonn/Gießen, 16. Juni 2016: Zur anstehenden parlamentarischen Debatte zur EEG-Novelle 2016 fordern der Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter e.V. (BAV), der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) und der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) eine Übergangsregelung für die 80 Altholzanlagen.

Die Verbände kritisieren die fehlende Regelung für Altholzkraftwerke, die zu massiven Marktverwerfungen führen wird.

Die Entscheidung, die bundesdeutschen Altholzkraftwerke nicht geordnet aus der EEG-Förderung zu entlassen, kostet nach Berechnungen des BAV rund 4,5 Mrd. Euro. Ein geregelter Austritt könnte mit deutlich weniger als 1 Mrd. Euro vollzogen werden.

Der gesetzliche Auftrag zur Entsorgung der Altholzmengen, die keiner stofflichen Nutzung zugeführt werden können, ist nach dem Wegfall der Kraftwerkskapazitäten ungewiss. Der ungeordnete Austritt aus der EEG-Förderung verursacht erhebliche Marktturbulenzen und führt zu Mehrkosten. Hierdurch ist das ausbalancierte System der Altholzsammlung, Aufbereitung und der thermischen Verwertung massiv bedroht.

Das von den Verbänden präferierte Marktintegrationsmodell für Altholzkraftwerke sieht eine Überbrückungsphase von 2020 - 2026 aus dem EEG vor. Mit einer degressiv ausgestalteten Übergangsförderung werden die rund 80 Altholzkraftwerke vor dem Schlimmsten bewahrt. Muster für das Marktintegrationsmodell für Altholzanlagen ist die bereits im EEG 2016 gefundene Lösung für die Schwarzlauge, welche ebenfalls eine Übergangslösung für einen geordneten Marktaustritt vorsieht.

In den kommenden Wochen berät der Deutsche Bundestag über den Entwurf zur EEG-Novelle. Die Verbände BAV, bvse und VHI fordern, neben der Schwarzlauge dringend auch ein Marktintegrationsmodell für Altholzanlagen in den Gesetzentwurf aufzunehmen. Ohne Altholzkraftwerke droht Deutschland ein gewaltiges Entsorgungsproblem für nicht stofflich nutzbares Altholz. Müllverbrennungsanlagen, Ersatzbrennstoffkraftwerke, Mitverbrennung und Altholzexporte sind keine tragfähigen Entsorgungsalternativen. „Es ist fünf vor 12, um dieser Entwicklung entgegenzutreten, bevor eine funktionierende Entsorgungsbranche zu Grabe getragen wird“, mahnen die Verbände.

Weiterführende Informationen:

Hintergrund Marktintegrationsmodell

Ergebnis und Bewertung Kostenanalyse Marktintegrationsmodell

Kostenanalyse Marktintegrationsmodell

Bundesverband der Altholzaufbereiter
und -verwerter e. V.

Behrenstraße 29

10117 Berlin

Tel: 030 590033528

Verantwortlich für den Inhalt:

Simon Obert, Geschäftsführer

Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e. V.

Ursulum 18

35396 Gießen

Tel: 0641 975470

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Dr. Peter Sauerwein, Geschäftsführer

 

bvse - Bundesverband Sekundärrohstoffe
und Entsorgung e.V.

Hohe Straße 73

53119 Bonn

Tel: 0228/98849-41

Verantwortlich für den Inhalt:

Andreas Habel, Referent

 
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