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Flammschutzmittel DecaBDE ab 2019 verboten

Zwanzig Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt ist eine neue EU-Verordnung in Kraft getreten, die das umstrittene Flammschutzmittel DecaBDE betrifft. Die Verordnung dient zur Änderung des Anhangs XVII der EU-Chemikalienverordnung REACH, in dem persistente, bioakkumulierbare und toxische Stoffe (PBT) und sehr persistente und sehr bioakkumulierbare Stoffe (vPvB) gelistet sind.

DecaBDE darf nach dem 2. März 2019 weder bei der Produktion verwendet noch in Verkehr gebracht werden als Bestandteil eines anderen Stoffs, als Gemisch oder als Erzeugnis oder als Teil eines Erzeugnisses, in Konzentrationen von ≥ 0,1 Gewichtsprozent. Für Fahrzeuge und Maschinen, die vor dem 2. März 2019 produziert werden, gibt es eine Ausnahmeregelung. Ebenso gibt es Ausnahmen für die Luftfahrtindustrie, die bis 2027 Zeit hat, das Verbot umzusetzen.

Das als besonders besorgniserregend eingestufte Flammschutzmittel wird besonders bei Kunststoff- und Textilerzeugnissen, aber auch in Klebstoffen, Dichtmassen, Beschichtungen und Druckfarben eingesetzt. Es wirkt als Nervengift bei Säugetieren und Menschen und wurde in abgeschiedenen Regionen nachgewiesen sowie in der Muttermilch gefunden.

EU-Verordnung

Quelle: www.dnr.de

 

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