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Kunststoffaufkommen – Potenzial für das Recycling

Die Kunststoffverwertung in Deutschland funktioniert, hat stabil ein sehr hohes Niveau erreicht und ist auch wirtschaftlich bedeutend. Das zeigen die Ergebnisse der Studie „Produktion, Verarbeitung und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland 2015“, die auch identifiziert, wofür die gewonnenen Rezyklate eingesetzt werden.

Zusammenfassend ergibt sich aus der Studie für das Jahr 2015 folgendes Bild: In Deutschland wurden rund 18,5 Millionen Tonnen Kunststoff erzeugt. Zur Herstellung von Kunststoffprodukten wurden im Inland rund 10,5 Millionen Tonnen Kunststoff genutzt. Die Kunststoffabfallmenge betrug rund 5,92 Millionen Tonnen.

Die werkstoffliche Verwertung erreicht ihren höchsten Wert 2015 und liegt mit ca. 2,67 Mio. t um ca. 1,42 Mio.t beziehungsweise über 100% über dem Wert von 1994. Die durchschnittliche Steigerung von 1994-2015 betrug jährlich ca. 3,7%. Nach etwas verhaltener Entwicklung in den Jahren 2009–2013, hat das Recycling in den vergangenen beiden Jahren wieder an Dynamik gewonnen. Mehr als 99 Prozent wurden wie folgt verwertet: 45 Prozent werkstofflich, ein Prozent rohstofflich und 53 Prozent energetisch.

Die werkstoffliche Recyclingmenge in Deutschland angefallener Kunststoffabfälle betrug im Jahr 2015 rund 2,67 Mio. t. Damit konnte im Vergleich zu 2013 insgesamt eine Steigerung der Recyclingmenge von ca. 15% erzielt werden. Hierzu trug vor allem das zunehmende Recycling aus Post-Consumer Abfällen bei. Insgesamt kann für das Recycling über die letzten beiden Jahre eine positive Entwicklung bezüglich des Recyclinganteils konstatiert werden. Die aus Produktions-und Verarbeitungsabfällen sowie Post-Consumer Abfällen (Endverbraucherabfälle) gewonnenen Kunststoffrecyclate finden insbesondere Einsatz im Bau-Bereich sowie zur Herstellung von Verpackungen, aber auch im Landwirtschafts-Sektor, im Fahrzeugbereich oder Elektro-/Elektronikanwendungen.
 
Die in der Branche als „Consultic-Studie“ bekannte Erhebung wird alle zwei Jahre durchgeführt und liefert seit 1998 verlässliche Strukturdaten für die gesamte Kunststoff-Wertschöpfungskette.  Auftraggeber sind die BKV GmbH, PlasticsEurope Deutschland e.V., der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse), der Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA sowie die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK).

Die Kunststoffindustrie verfügt damit als einzige Branche über ein durchgängiges Stoffstrombild für ihren Werkstoff. Und sie liefert damit die Basis für einen faktenbasierten Dialog zur Kreislaufwirtschaft. Seit Beginn der Datenerhebung hat sich die werkstoffliche Verwertung von 1,2 Mio. t im Jahr 1994 auf 2,7 Mio. t in 2015 mehr als verdoppelt. Über die Consultic-Studie hinaus nehmen die Kunststoff- und Entsorgungsindustrien in Deutschland eine Vorreiterrolle beim Wissenstransfer in die Länder Europas und in andere Teile der Welt ein, um aktiv zu einer geordneten und ressourcenschonenden Entsorgung beizutragen.

10 20 Bild Consultic StudieHier zum Download:

Kurzfassung der Consultic-Studie

Die komplette Studie mit ausführlichen Tabellen, Definitionen und vertiefenden Informationen ist bei der BKV (www.bkv-gmbh.de) zum Preis von 400,- Euro (plus gesetzliche Mehrwertsteuer) zu erwerben.

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