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Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben die deutsche Wellpappenindustrie im Jahr 2025 erheblich belastet. Politische Unsicherheiten, schwache Konjunktur sowie steigende Rohstoff- und Energiekosten wirkten sich negativ auf die Branche aus.

0516 wuerth vdwDer Verband der Wellpappen-Industrie e. V. (VDW) sieht zudem die Gefahr, dass sich die Situation im Jahr 2026 durch die Folgen des Krieges im Nahen Osten weiter verschärfen könnte.

„Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands stand 2025 erneut unter denkbar schwierigen Vorzeichen“, erklärte der Vorsitzende des VDW, Dr. Steffen P. Würth. Als Zulieferer wichtiger Transportverpackungen habe die Wellpappenindustrie die wirtschaftliche Schwäche zahlreicher Industriekunden deutlich zu spüren bekommen.

Belastend wirkten unter anderem die unberechenbare US-Handelspolitik, der anhaltende Zollstreit sowie hohe Energiepreise, steigende Lohnstückkosten und zunehmende Bürokratie.

Nach Angaben des Verbandes sank der Absatz der VDW-Mitgliedsunternehmen im Jahr 2025 leicht um 0,1 Prozent auf rund 7.403 Millionen Quadratmeter Wellpappe. Das Umsatzplus reiche aber nicht aus, um die gestiegenen Kosten bei Rohstoffen und Energie vollständig auszugleichen.

Besonders belastend sei die erneute Preiswelle bei Wellpappenrohpapieren gewesen. Zwischen Januar und Juni 2025 stiegen die durchschnittlichen Rohpapierpreise laut VDW um 12,9 Prozent. Im Jahresdurchschnitt lagen die Preise damit 4,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. „Dies bedeutete für die Wellpappenindustrie eine große Zusatzbelastung inmitten einer ohnehin angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage“, betonte Würth.

Mit Blick auf das Jahr 2026 zeigt sich der Verband zurückhaltend. Der Krieg im Nahen Osten und die daraus resultierenden Energiepreissteigerungen hätten bereits zu einer deutlichen Korrektur der Konjunkturprognosen führender Wirtschaftsinstitute geführt. Die Wellpappenindustrie sehe sich schon jetzt mit steigenden Produktions-, Energie- und Logistikkosten sowie neuen Unsicherheiten an den Märkten konfrontiert.

Der VDW appelliert deshalb an die Bundesregierung, mittelständisch geprägte Branchen stärker zu entlasten und den Wirtschaftsstandort Deutschland gezielt zu stärken. „In diesen herausfordernden Zeiten ist es insbesondere für mittelständisch geprägte Branchen wie die Wellpappenindustrie von essenzieller Bedeutung, dass die Bundesregierung für effektive Entlastungen sorgt“, erklärte Würth.

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