Unter dem Motto „Grüner Schrott für Grünen Stahl“ veranstaltete der bvse-Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling am 24. und 25. Juni 2026 gemeinsam mit der Stahlwerk Thüringen GmbH den diesjährigen Workshop „Die Welt des Schrotts“ in Unterwellenborn.
Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung standen die Bedeutung von Schrott für eine klimafreundliche Stahlproduktion, aktuelle Entwicklungen in der Kreislaufwirtschaft sowie praxisnahe Einblicke in die moderne Stahlerzeugung.
Tag 1: Recht, Märkte und europäische Entwicklungen
Am ersten Tag stellte Dr. Andreas Hamacher, von Pauly Rechtsanwälte – die im Handelsblattranking in gleich drei Rechtsgebieten (Umweltrecht, Regulatorik und Öffentliches Wirtschaftsrecht) als eine der besten Anwaltskanzleien ausgezeichnet wurden – den Teilnehmern genehmigungsrechtliche Anforderungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vor.
Außerdem befasst er sich mit den überaus wichtigen Themen der Verantwortung und Haftung von Unternehmen.
Einen Überblick über die kaufmännischen Besonderheiten des Schrotthandels gab Sebastian Will, Mitglied des geschäftsführenden bvse-Präsidiums und Vizepräsident von Recycling Europe.
Die europäische Politik fasste Isabelle Radovan von Recycling Europe ins Auge. Sie ordnete die europäischen Gesetzgebungsvorhaben im Bereich der Kreislaufwirtschaft insbesondere im Stahlrecycling ein und zeigte die weitere Fahrweise auf.
Dr. Paul Mählitz von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) stellte den Teilnehmern das Vorgehen der Bundesbehörde bei dem Monitoring und der zukünftigen Rohstoffversorgung vor.
Tag 2: Technik und Praxis
Der zweite Workshop-Tag stand ganz im Zeichen der technischen Grundlagen und der praktischen Anwendung.
Sebastian Will zeigte wichtige Stoffströme auf und gab Einblicke in die Eisenmetallurgie und die allgemeine Stahlerzeugung.
Erhan Nas und Michael Jungen von Lindemann Metal Recycling gingen in ihrem Vortrag besonders auf die technische Vorgehensweise von Shreddern ein.
Dazu zeigten sie wichtige Kniffe und erklärten, wie die Ausbringungsleistung optimiert werden kann.
Einblicke in die Stahlproduktion
Den Abschluss bildete die Vorstellung der Stahlwerk Thüringen GmbH durch Alexander Stolze.
Er ging auf die sehr interessante Geschichte des Unternehmens ein, die auf das Jahr 1872 mit der Gründung der Maximilianshütte zurückgeht.
Die Erzeugnisse des Stahlwerk Thüringens tragen wirklich Vielfältigkeit in sich, das wurde den Besuchern nicht nur während des Vortrags, sondern auch in der anschließenden Werksbesichtigung bewusst.
Herzlichen Dank an Gastgeber, Referenten und Teilnehmende
Der bvse mit Fachreferent Johannes Hanke bedankt sich herzlich bei der Stahlwerk Thüringen GmbH für die hervorragende Zusammenarbeit und Gastfreundschaft. Ein besonderer Dank gilt Alexander Stolze, der maßgeblich zum Gelingen des Workshops beigetragen hat.
Der Dank richtet sich ebenso an alle Referentinnen und Referenten für ihre fachkundigen Beiträge sowie an die zahlreichen Teilnehmenden, die den intensiven fachlichen Austausch zu einem vollen Erfolg gemacht haben.
Stahlwerk Thüringen aus der Vogelperspektive

Wer noch tiefer in die Welt der Stahlproduktion eintauchen möchte, kann sich den neuen Drohnenfilm des Stahlwerks Thüringen ansehen, der in Kooperation mit der Band Heaven Shall Burn entstanden ist.
Verwenden Sie den QR-Code, um Einblicke in die gesamten metallurgischen Prozesse des Stahlwerks Thüringen zu erhalten.
Zum Drohnenfilm:
https://www.stahlwerk-thueringen.de/neuer-drohnenfilm-in-kooperation-mit-heaven-shall-burn/