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Die Aurubis AG hat am Standort Hamburg eine weltweit einmalige Anlage feierlich in Betrieb genommen. Durch sie kann das Unternehmen künftig noch mehr und komplexere Recyclingmaterialien und Hüttenzwischenprodukte verarbeiten.

Die Anlage Complex Recycling Hamburg (CRH) kombiniert die Fähigkeiten gleich mehrerer Hüttenprozesse in einem Aggregat. Erstmals werden damit Rohstoffe, die die Elemente Kupfer, Blei und Schwefel beinhalten, in nur einer Anlage integriert verarbeitet.

Gemeinsam mit Stefan Rouenhoff, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und Dr. Christopher Schwieger, Staatsrat der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, eröffnete Aurubis-Produktionsvorstand Tim Kurth die Produktionsaktivitäten nach rund 2,5 Jahren Bauzeit.

Die 190 Millionen Euro-Investition wird nach vollständigem Hochlauf einen erheblichen positiven finanziellen Beitrag leisten. Damit ist CRH eines der bedeutendsten Wachstumsprojekte der aktuellen Unternehmensstrategie „Aurubis Performance 2030: Forging resilience. Leading in multimetal.“

Mehr Wert aus komplexen Materialien

Mit der neuen Anlage kann Aurubis attraktive Recyclingmaterialien verarbeiten, für die es weltweit nur wenige Abnehmer gibt. CRH ermöglicht es, künftig mehr als 30.000 Tonnen zusätzliches Recyclingmaterial im Jahr sowie in größerem Umfang hochwerthaltige Hüttenzwischenprodukte besonderes effizient zu verarbeiten. Aurubis gewinnt dadurch wichtige Metalle wie Kupfer, Blei, Edelmetalle sowie Schwefelsäure zurück, die für zentrale industrielle Anwendungen unverzichtbar sind.

Das Ziel der Prozessinnovation: Mehr Materialien und Wert verbleiben im Aurubis-Hüttennetzwerk, vorhandene Anlagen werden noch besser ausgelastet, womit die Resilienz der Produktion weiter steigt. Gleichzeitig zahlt die neue Anlage darauf ein, das Geschäftsmodell von Aurubis mit seinen diversifizierten Ergebnistreibern weiter zu stärken.

Benchmark bei Technologie, Umweltschutz und Automation

Das Herzstück ist ein speziell entwickelter Konverter, der die eingesetzten Elemente voneinander trennt. Das Aggregat verarbeitet Chargen von etwa 45 Tonnen Gewicht, bei Temperaturen von bis zu 1400 Grad Celsius.

CRH ist mit hochmoderner Technologie ausgestattet und steht exemplarisch für eine effiziente und umweltschonende Multimetall‑Produktion. Rund ein Drittel der Investitionssumme entfällt auf Maßnahmen zur Luftreinhaltung, was die hohen Umweltstandards der Anlage unterstreicht. Die Anlage ist zudem hoch-automatisiert, was eine sehr effiziente Personalausstattung ermöglicht. Für diese wurden höchste Standards der Arbeitssicherheit berücksichtigt.

0705 Aurubis Tim Kurth COO CSPTim Kurth, COO Custom Smelting & Products bei Aurubis, betont: „Die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen wie Kupfer wächst weltweit stark. Wir brauchen daher besseren Zugang zu Recyclingmaterialien und mehr Innovationen in der Verarbeitung komplexer Materialien. Mit Complex Recycling Hamburg stärken wir unsere Multimetall-Kompetenz und zeigen eindrucksvoll, wie man Metalle in Deutschland nachhaltig und zuverlässig verarbeiten kann. Gleichzeitig schaffen wir mit der Anlage die Basis für weiteres attraktives Wachstum. So bauen wir die Resilienz unseres Geschäfts weiter aus und sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit.“

Neben der technologischen Weiterentwicklung steht auch die Sicherung europäischer Wertschöpfungsketten im Fokus. Projekte wie CRH tragen dazu bei, komplexe Materialien stärker innerhalb Europas zu verarbeiten.

Schlüsselprojekt für kritische Metalle für Europa

CRH ist ein durch die Europäische Union gefördertes Projekt. Es zahlt unmittelbar auf den EU-Critical Raw Materials Acts ein. Die Finanzierung des Projekts wurde unterstützt durch das erste Investitionsdarlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) im Zuge der umfassenden Rohstoffstrategie. „Die Sicherung kritischer Rohstoffe wie Kupfer sowie der Ausbau von Recyclingkapazitäten in Europa sind zentral für Resilienz, nachhaltiges Wachstum und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas“, sagte EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer. „Das EIB-Darlehen an Aurubis stärkt europäische Wertschöpfungsketten und zeigt, dass wir im Einklang mit dem Critical Raw Materials Act zügig und entschlossen handeln.“

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