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Der neue VDZ-Präsident Dr. Dirk Spenner (links) und sein Vorgänger Christian Knell (rechts)

Die Mitgliederversammlung des Vereins Deutscher Zementwerke e.V. (VDZ) hat am heutigen Dienstag, den 5. Mai 2026, Herrn Dr. Dirk Spenner zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt damit auf Christian Knell von Heidelberg Materials, der dieses Amt neun Jahre innehatte.

Gleichzeitig hat der Vorstand des VDZ die Weichen für die Nachfolge in der Geschäftsführung gestellt: Dr. Martin Schneider wird Ende Oktober dieses Jahres in den Ruhestand gehen. Ab dann werden Manuel Mohr als Hauptgeschäftsführer und Dr. Jörg Rickert als Geschäftsführer Technik gemeinsam mit dem Präsidenten und dem Vorstand die Geschicke des VDZ lenken.

Dr. Dirk Spenner ist geschäftsführender Gesellschafter der gleichnamigen Unternehmensgruppe, die in diesem Jahr auf eine 100-jährige Tradition als Zement- und Baustoffhersteller zurückschaut. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe im VDZ“, so Dirk Spenner. „Mein Vorgänger Christian Knell übergibt mir einen VDZ, der sehr gut aufgestellt ist, vor allen Dingen, wenn es darum geht, die Transformation zu einer klimaneutralen Zementherstellung aktiv mitzugestalten.“

Der VDZ wurde vor fast 150 Jahren gegründet. Heute umfasst er rund 20 deutsche Zementher-steller mit etwa 50 Standorten. Gleichzeitig arbeiten in Düsseldorf über 200 Mitarbeitende an allen Fragen der Zementherstellung und der Leistungsfähigkeit von Beton. Der VDZ hat sich dabei zu einem international anerkannten Kompetenzzentrum für die gesamte Wertschöpfungskette Zement und Beton entwickelt. Er ist Dienstleister für viele Fragen der Anlagentechnik, des Umweltschutzes oder der Dauerhaftigkeit von Beton. Mit seinen zahlreichen Forschungsprojekten setzt er immer wieder Akzente und adressiert heute die Themen, die morgen von Bedeutung für die Branche sind.

Für Dirk Spenner ist das eine sehr gute Voraussetzung für die Arbeit der kommenden Jahre. „Wir wollen Teil der Lösung sein und haben mit dem VDZ viel Vorarbeit geleistet. Dabei wird es aber auch darauf ankommen, eine ausgewogene Balance zwischen nachhaltiger Produktion einerseits und wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen andererseits zu erhalten.“ Von der Politik wünscht er sich Elan und Pragmatismus. „Wir neigen in unserem Land oft dazu, alles bis ins Kleinste regeln und es allen recht machen zu wollen. Das führt aber dazu, dass sich zu wenig bewegt und der Gestaltungsspielraum eng bleibt“, betont der neue VDZ-Präsident.

Dirk Spenner nennt VDZ-Publikationen wie die CO₂-Roadmap und die CO₂-Infrastrukturstudie als gute Beispiele dafür, wie der VDZ Lösungen erarbeitet hat und dabei gleichzeitig den erforderlichen Rahmen aufzeigt, damit gerade die Dekarbonisierung gelingen kann. Christian Knell ist stolz darauf, dass der VDZ in allen wichtigen Fragen der Industrie sprechfähig ist. „Es waren für mich sehr schöne Jahre als VDZ-Präsident, wir haben viel erreicht und wichtige Akzente für un-sere Industrie gesetzt. Bei Dirk Spenner weiß ich den VDZ in guten Händen“, so Knell.

Alle Zementhersteller in Deutschland setzen darauf, dass sich die Baukonjunktur erholt. So ist der Zementabsatz in Deutschland in den letzten fünf Jahren um rund ein Drittel gesunken und wirft damit ein Licht auf die schwierige Lage der Wertschöpfungskette Zement, Beton und Bau. „Der Bedarf nach Wohnraum und unterschiedlichen Infrastrukturprojekten ist nach wie vor groß. Wir setzen darauf, dass die Infrastrukturmaßnahmen der Regierung greifen und die Mittel nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern genutzt werden“, erläutert Dirk Spenner. „Als VDZ wollen wir auch weiterhin ein verlässlicher Ansprechpartner der Politik sein, um gemeinsam an guten und effizienten Lösungen zu arbeiten, die das Bauen schneller, einfacher und preiswerter machen.“

Gleichzeitig mit der Wahl des Präsidenten hat der VDZ-Vorstand den anstehenden Wechsel in der Geschäftsführung des VDZ vorbereitet. Ende Oktober wird Dr. Martin Schneider nach 35 Jahren im VDZ, davon 25 Jahre als Hauptgeschäftsführer, in den Ruhestand gehen. Hauptgeschäftsführer des VDZ wird ab 1. November 2026 Manuel Mohr sein, der seit 15 Jahren den Bereich Politik und Wirtschaft im VDZ verantwortet und auch Geschäftsführer des Informations-Zentrum Beton ist. Er wird den VDZ gemeinsam mit Dr. Jörg Rickert als Geschäftsführer Technik leiten. Jörg Rickert ist seit 1996 für den VDZ tätig, derzeit als Geschäftsführer der VDZ Technology gGmbH und Leiter der Abteilung Zementchemie. Sowohl der neue als auch der scheidende Präsident unterstreichen, dass der VDZ zukunftsfähig aufgestellt ist und ab Herbst unter neuer Geschäftsführung die Industrie auch weiterhin erfolgreich vertreten wird.

Quelle: VDZ

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