Der Bundestag hat das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz gestern verabschiedet – mit einer Regelung, die im ursprünglichen Kabinettsentwurf noch nicht enthalten war.
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Der Bundestag hat das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz gestern verabschiedet – mit einer Regelung, die im ursprünglichen Kabinettsentwurf noch nicht enthalten war.
Die Kunststoffrecyclingbranche in Deutschland und Europa steht an einem Wendepunkt. Während geopolitische Krisen und unterbrochene Lieferketten die Bedeutung von Rezyklaten als strategischen Rohstoff deutlich machen, kämpfen viele Recyclingunternehmen ums wirtschaftliche Überleben.
Branche diskutiert Zukunft der Kunststoffkreislaufwirtschaft unter neuen Markt- und Regulierungsbedingungen
Die europäische Kunststoffrecyclingbranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Neue regulatorische Vorgaben, volatile Märkte, steigende Qualitätsanforderungen an Rezyklate und der zunehmende Einsatz digitaler Technologien verändern die Rahmenbedingungen der Kreislaufwirtschaft grundlegend.
Die aktuelle geopolitische Lage und steigende Ölpreise verdeutlichen einmal mehr, wie stark große Teile der Industrie weiterhin von fossilen Rohstoffen abhängig sind. Diese Abhängigkeit wirkt sich unmittelbar auf die Kosten von Primärkunststoffen aus und erhöht die Anfälligkeit gegenüber externen Krisen und Preisschwankungen.
Ein breites, branchenübergreifendes Bündnis aus Chemie , Kunststoff und Recyclingindustrie richtet sich mit einem offenen Brief an die Bundesregierung. Dabei spricht es sich nachdrücklich für einen entschlossenen „Transformationsbooster“ für die Kreislaufwirtschaft aus.
Der von der EU-Kommission genehmigte Industriestrompreis ist grundsätzlich ein richtiger Schritt zur Stärkung energieintensiver Industrien in Deutschland. Umso enttäuschender ist es, dass ausgerechnet die Kunststoffrecyclingbranche von der konkreten Ausgestaltung kaum profitiert.
Wie viele Tonnen Kunststoffe werden pro Jahr in Deutschland produziert? In welche Anwendungen gehen Kunststoffe? Wie entwickeln sich die Verwertungspfade für Kunststoffabfälle, was tut sich beim Rezyklateinsatz?
Strategische Empfehlungen für eine resiliente und zirkuläre Kunststoffwertschöpfungskette in Europa
Europa beansprucht für sich, Vorreiter der Kreislaufwirtschaft zu sein. Doch ausgerechnet bei Kunststoffen gerät dieses industrie- und klimapolitische Leitbild zunehmend ins Wanken.
Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) und das Umweltbundesamt melden für das Jahr 2024 eine Kunststoffrecyclingquote von rund 71 Prozent. Für den bvse-Fachverband Kunststoffrecycling sind diese Zahlen jedoch kein Beleg für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, sondern Anlass zu einer dringend notwendigen Einordnung.
Wie sich Nachhaltigkeit, technische Präzision und wirtschaftliche Realität im Kunststoffrecycling begegnen, zeigte sich eindrucksvoll beim Besuch von bvse-Kunststoffexpertin Anna Roeb und bvse-Vizepräsident Herbert Snell bei Vogt-Plastic in Rheinfelden.
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