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Im Jahr 2024 sind in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen insgesamt 362,7 Millionen Tonnen Abfälle entstanden.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Tag der Umwelt am 5. Juni 2026 mitteilt, sank das Abfallaufkommen damit um 17,4 Millionen Tonnen oder 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Ein noch niedrigeres Gesamtabfallaufkommen war lediglich im Jahr 2009 mit 359,4 Millionen Tonnen erreicht worden. Bislang am höchsten war es im Jahr 2018 mit 417,2 Millionen Tonnen.

Deutlicher Rückgang bei Bau- und Abbruchabfällen: -8,1 % zum Vorjahr

Wie bereits im Vorjahr sank das Aufkommen an Bau- und Abbruchfällen 2024 mit -8,1 % gegenüber 2023 (-16,0 Millionen Tonnen) am stärksten unter allen Abfallarten. Übrige Abfälle (insbesondere aus Produktion und Gewerbe) nahmen um 4,1 % ab (-1,9 Millionen Tonnen), gefolgt von den bereits in einer Abfallbehandlungsanlage behandelten Sekundärabfällen mit -2,0 % (-1,1 Millionen Tonnen). Das Aufkommen an Abfällen aus der Gewinnung und Behandlung von Bodenschätzen wuchs dagegen um 4,5 % (+1,3 Millionen Tonnen). Die Menge an Siedlungsabfällen, das sind insbesondere Abfälle aus privaten Haushalten, stieg leicht um 0,8 % (+0,4 Millionen Tonnen).

Die Hälfte aller Abfälle im Jahr 2024 waren Bau- und Abbruchabfälle

Die Bau- und Abbruchabfälle bildeten 2024 mit 50 % (182,8 Millionen Tonnen) erneut den größten Teil des gesamten Abfallaufkommens, gefolgt von den Sekundärabfällen mit einem Anteil von 15 % (56,1 Millionen Tonnen). Die Siedlungsabfälle machten 14 % (49,3 Millionen Tonnen) des Gesamtaufkommens aus. Weitere 12 % entfielen auf Übrige Abfälle (45,1 Millionen Tonnen) und 8 % (29,5 Millionen Tonnen) waren Abfälle aus der Gewinnung und Behandlung von Bodenschätzen.

82 % des Gesamtabfallaufkommens verwertet

Im Jahr 2024 wurden 296,2 Millionen Tonnen Abfälle einer Verwertung zugeführt. Dabei wurden 249,9 Millionen Tonnen (69 %) stofflich und 46,4 Millionen Tonnen (13 %) energetisch verwertet. Das entspricht einer Verwertungsquote von 82 %, die damit seit dem Jahr 2019 unverändert blieb. Die verbleibenden Abfälle wurden entweder auf Deponien abgelagert (16,3 % bzw. 59,1 Millionen Tonnen) oder thermisch beseitigt (0,8 % bzw. 2,9 Millionen Tonnen). Einer sonstigen Behandlung zur anschließenden Beseitigung wurden 1,2 % (4,4 Millionen Tonnen) unterzogen.

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Grafik wurde mit Claude erstellt.

 

 

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