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Der bvse war am 21. April 2026 beim VDI-Forum „KI in der Abfallwirtschaft“ in Düsseldorf vertreten. Im Rahmen der Veranstaltung hielt bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock die Keynote „Circular Intelligence – Erobert KI auch die Kreislaufwirtschaft?“.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand die Frage, wie Künstliche Intelligenz die Kreislaufwirtschaft unterstützen kann. Dabei wurde aufgezeigt, dass die Entwicklung in der Branche bislang zwar langsamer verläuft als in anderen Bereichen, die Einsatzmöglichkeiten aber zunehmen. Genannt wurden unter anderem Anwendungen in der Sortierung und Robotik, bei digitalen Eingangskontrollen, in der Auftragsabwicklung, im Brandschutz, bei der Analyse von Stoffströmen sowie im Wissensmanagement.

Ein weiterer Punkt der Keynote war, dass die Kreislaufwirtschaft häufig mit sehr heterogenen und schwer standardisierbaren Materialströmen arbeitet. Gerade darin liegt eine besondere Herausforderung, aber auch ein mögliches Einsatzfeld für KI. Im Vortrag wurde dies als Übergang vom „unstrukturierten Chaos“ hin zur intelligenten Ressource beschrieben.

Anhand konkreter Beispiele wurde erläutert, wie KI Materialien präziser erkennen, komplexe Stoffströme besser sortieren und die Transparenz in Prozessen erhöhen kann. Weitere genannte Anwendungsfelder waren die Unterstützung bei der Erfassung und Zuordnung von Abfällen, die Bearbeitung von Aufträgen bis hin zur Rechnungserstellung, die Früherkennung von Gefahrenquellen sowie der schnellere Zugriff auf internes Wissen in Unternehmen.

Das VDI-Forum machte insgesamt deutlich, dass Künstliche Intelligenz in der Abfallwirtschaft und in der Kreislaufwirtschaft spürbar an Aufmerksamkeit gewinnt. Themen wie automatisierte Prozessoptimierung, Qualitätsmonitoring, Rohstoffrückgewinnung und sichere Verwaltungsprozesse zeigen, dass die Diskussion längst in der Praxis angekommen ist.

Eric Rehbock erklärte: „KI kann die Kreislaufwirtschaft an vielen Stellen konkret unterstützen – von der präziseren Materialerkennung und Sortierung komplexer Stoffströme über digitale Eingangskontrollen und Auftragsabwicklung bis hin zu Brandschutz und Wissensmanagement. Wichtig ist, diese Möglichkeiten praxisnah zu betrachten und für die Unternehmen der Branche nutzbar zu machen.“

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