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Kunststoffrezyklate sind verfügbar – doch es fehlen die Abnehmer.

Während die Politik höhere Recyclingquoten und mehr Rezyklateinsatz fordert, kämpfen Recyclingunternehmen aktuell mit schwacher Nachfrage, Preisdruck durch günstige Kunststoffneuware und unsicheren Absatzmärkten. Die Folgen sind spürbar: Europaweit gingen nach Aussage von Plastics Recyclers Europe (PRE) innerhalb von drei Jahren rund eine Million Tonnen Recyclingkapazität verloren.

Auf diesen Widerspruch machte bvse-Kunststoffreferentin Anna Roeb beim NABU-Dialogforum Kreislaufwirtschaft am 14. Oktober in Berlin aufmerksam, auf der Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Umweltorganisationen über die Zukunft des Kunststoffrecyclings diskutierten.

Unter dem Titel „Angebot sucht Nachfrage: Perspektiven der Recyclingbranche“ brachte sie die Position von bvse-Recycling Germany in die Diskussion ein.

Die zentrale Botschaft des bvse: Recyclingziele allein schaffen noch keine Nachfrage. Die Branche braucht JETZT verlässliche Marktsignale! Damit Rezyklate tatsächlich in neuen Kunststoffprodukten landen, braucht es neben verbindlichen Rezyklateinsatzquoten verlässliche Absatzmärkte, recyclinggerechtes Produktdesign und faire Wettbewerbsbedingungen – auch gegenüber Importen. Wer 2030 mehr Recycling will, muss heute dafür sorgen, dass bestehende Kapazitäten erhalten bleiben, Recyclingunternehmen ihre Produkte verkaufen und weiter investieren können.

Vielen Dank an den NABU für die Einladung und die Möglichkeit, die Perspektive der Recyclingwirtschaft in den Dialog einzubringen!

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