Der bvse informiert den Mittelstand über Abfall, Sekundärrohstoffe, Recycling und Entsorgung.

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Als Gast im EUWID-Podcast sprechen Martin Drews und bvse-Referentin Romy Kölmel über aktuelle Herausforderungen und notwendige Weichenstellungen für stabile Papierkreisläufe

Im aktuellen Podcast "TrashTalk - Der Branchenpodcast der Abfallwirtschaft" (Folge 49) sprechen die Hosts Tom Wilfer und Julia Hobohm im zweiten Teil mit Romy Kölmel vom bvse und Martin Drews vom Verband DIE PAPIERINDUSTRIE e.V. über dringenden Handlungsbedarf beim Thema Papierrecycling.

Die zentrale Botschaft des bvse: Ohne klare Rahmenbedingungen geraten sogar funktionierende Stoffkreisläufe unter Druck. Gefragt sind Politik und Kommunen — ebenso wie alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette.

Fehlwürfe konsequent reduzieren

Unzureichende Aufklärung gefährdet Recyclingprozesse und verursacht erhebliche Schäden. Es braucht stärkere Informationskampagnen und klare Verantwortlichkeiten. Kommunen sollten bestehende Maßnahmen gezielt ausbauen — denn Fehlwürfe können im schlimmsten Fall Brände auslösen oder Anlagen schwer beschädigen.

Strenge Design-for-Recycling-Regeln statt Greenwashing

Recyclingfähigkeit muss sich an realen Infrastrukturen orientieren. Design-for-Recycling braucht klare, praxisnahe Vorgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Faserbasierte Verbundverpackungen sind beliebt, u.a. weil sie fossile Rohstoffe ersetzen - können den Stoffkreislauf aber stören, wenn sie nicht aktuellen DfR-Standards entsprechen. Bei der Festlegung der Standards sollten alle Akteure der Wertschöpfungskette beteiligt und real existierende Infrastrukturen beachtet werden – nur wenn Recycling flächendeckend gewährleistet werden kann, sollten Verpackungen als „recyclingfähig“ beworben werden dürfen. Eine Entsorgung im richtigen System (Blaue oder Gelbe Tonne) ist entscheidend und eine irreführende Kommunikation (Greenwashing) sollte vermieden werden.

Einheitliches Abfallende für Altpapier jetzt umsetzen — Bürokratie abbauen

Qualitätsgesichertes Altpapier ist ein ungefährlicher und werthaltiger Rohstoff, für den im In- und Ausland eine stabile Nachfrage besteht. Eine Bundes- bzw. Europa-weit einheitliche Regelung, die dies anerkennt, ist überfällig. Sie kann die Wettbewerbsfähigkeit und Stabilität der lokalen Sekundärrohstoffmärkte stärken – und ist in anderen Ländern bereits gängige Praxis.

👉 Jetzt reinhören: https://www.euwid-recycling.de/podcast/

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